Mehr als hundert Jahre sind vergangen, seit die damaligen Landschaftsformen einem neuen Erscheinungsbild gewichen sind. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft und resultierende Flurneuordnungsverfahren nahmen die Ackerschläge immer größere Ausmaße an. Hecken wurden zunehmend als Störfaktor empfunden.
Leider ist die heutige Problematik nicht nur ästhetischer Natur. Noch nie warnte die Wissenschaft so deutlich vor den Gefahren des Klimawandels mit all seinen Begleiterscheinungen und dem Verlust der Biodiversität. Hitzestress, Trockenheit, Artensterben – die Extreme nehmen zu und bedrohen die Ernährungssouveränität. Doch technokratische Antworten auf die Probleme unserer Zeit münden in einer Sackgasse. Der flächendeckende Ausbau von Bewässerungssystemen, die Erhöhung der Düngegaben und der verstärkte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind keine nachhaltigen Lösungen. Sie führen in eine Spirale, aus der es immer schwieriger wird, auszubrechen.
Wir brauchen Antworten, die unsere Agrarsysteme resilient, krisenfest und zukunftsfähig machen.